Bakterienbefall im AGGUA

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Wir fordern eine schnellstmögliche Wiedereröffnung des Freibades

Wenn, wie das Aggua mitteilt, die Werte im Wasser des Freibades nach einem Bakterienbefall jetzt wieder in Ordnung seien, sollte das Freibad unverzüglich wieder geöffnet werden, fordert die SPD- Fraktion im Rat der Stadt Troisdorf.
Freibäder gehören nicht zur Pflichtaufgabe „Daseinsvorsorge“ in Kommunen, stellen aber insbesondere für junge Familien und alle, die gerne schwimmen, eine erfrischende Freizeitmöglichkeit mit Strandgefühl dar – insbesondere wenn man zum Baden nicht in den sonnigen Süden ausweichen kann oder will.

Ausgerechnet an den bisher schon erlebten und weiter prognostizierten schönsten Sonnentagen des Jahres will nun das Freibad seine Pforten bis zum Ende der nächsten Woche„sicherheitshalber“ geschlossen halten. Aus Sicht der SPD geht das überhaupt nicht.
Natürlich sind ältere Freibäder anfälliger für Bakterienbefall als moderne. Aber nachdem aufgrund der außergewöhnlichen Wärme in der letzten Woche das Hardtberg-Bad in Bonn ebenfalls wegen Bakterienbefall geschlossen werden musste, hätte man in Troisdorf sofort und vorsorglich reagieren müssen und können. Zusätzliche Reinigungen beispielsweise in der Nacht unter Beachtung aller Sicherheitsaspekte sind aus Sicht der SPD nicht zu viel verlangt, wenn es darum geht, den Besuchern ein paar schöne Tage im Freibad zu sichern.

So bleibt der schale Beigeschmack, dass mit den zusätzlichen Schließungstagen die Verringerung der Attraktivität des Freibades zumindest billigend in Kauf genommen wird. Soi ist es jedenfalls ein schöner Zufall, dass just beim Ausfall der Chlordosieranlage des Freibades das Aggua unplanmäßig geöffnet ist. Ist das die neue Linie – mehr Hallenbad (günstigstes Ticket 5 €) und weniger Freibad (günstigstes Ticket 3 €)?

Oder sind das schon die ersten Signale der angepriesenen Modernisierung? Keine Rutsche, kein Sprungturm, kleineres Becken – und am Ende noch weniger Besucher und damit weniger Zuschuss? Ist das das Ziel?
Fast jedes Freibad ist ein Zuschussbetrieb. Aber das sind opulente Fußgängerzonen oder prächtige Stadthallen auch. Die Frage ist immer, wer die jeweils Begünstigten sind. Jedenfalls sollten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt den Zuschuss für ein attraktives und vor allem geöffnetes Freibad wert sein.

Eines sollte im Übrigen auf jeden Fall gesichert sein, dass nämlich die Erwerber eines groß beworbenen Sommerferien-Tickets zumindest einen Teil des gezahlten Geldes rückerstattet bekommen.