#GEMA1NSAM für mehr Respekt

Unterbezahlt, unterbesetzt und viel zu wenig Anerkennung: Das ist die Realität in der Pflege und anderen sozialen Berufen in Deutschland. Die Missstände in den sozialen Berufen gab es auch vor Corona, die Pandemie hat sie aber nochmal verschärft.

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Am 1. Mai ist „Tag der Arbeit“. Lassen Sie uns insbesondere diesen Tag – aber auch alle anderen Tage des Jahres – nutzen, um Seite an Seite mit den Arbeitnehmer*innen für bessere Bedingungen in der Pflege und anderen sozialen Berufen zu kämpfen.

„Wir können das ändern – schon in diesem September“

Unterzeichnen Sie unseren Aufruf: https://link.spd.de/fb-Aufruf-1Mai

„Pflege ist eine zentrale Zukunftsfrage unserer Gesellschaft. Und wie wir das machen, das sagt viel darüber aus, wie wir sind und wie wir sein wollen.“ – Olaf Scholz hat damit das Zukunftsgespräch „Extra – Pflege“ beendet. Recht hat er, denn es sagt viel über uns und unsere Gesellschaft aus, welche Wertschätzung wir Menschen in sozialen Berufen entgegenbringen.

Das ganze Gespräch zum Thema Pflege gibt’s hier: https://youtu.be/myrwLu1vWsg

Pflege im Fokus in Troisdorf

Auch in Troisdorf geht die SPD-Fraktion das Thema Pflege mit höchster Priorität an: Zentrale Orte in jedem Stadtteil sollen in Form von Stadtteilzentren als Treffpunkt aller Generationen geschaffen werden. Wichtiger Baustein ist eine umfängliche Pflegeberatung für Menschen, die selbst pflegebedürftig sind oder deren Angehörige zu pflegende Personen sind. Denn es darf schlichtweg nicht sein, dass mangels Angebot Pflegebedürftige und ihre Angehörigen in andere Kommunen ausweichen müssen.

Wie die Kreispflegeplanung aufzeigt, ergibt sich für Troisdorf bis 2030 ein zusätzlicher Bedarf für mehr als 700 stationär pflegebedürftige Menschen. Aufgrund dieses immensen Bedarfs sollen alle im Verfahren befindlichen oder geplanten Bebauungspläne auf ihre Eignung überprüft werden, als zusätzliche Standorte für Alten- und/oder Pflegeheime geeignet zu sein.

Grundsätzliche Systemänderung in der Pflege gefordert

Über die kommunale Ebene hinaus hat sich die Troisdorfer SPD auf Bundesebene stark dafür gemacht, das gegenwärtig umlagefinanzierte System der Pflegeversicherung auf das in Skandinavien bewährte steuerfinanzierte Pflegesystem umzustellen.

Aufgrund des eklatanten Fachkräftemangels in allen pflegerischen Berufen, bedingt durch die unterfinanzierte Pflegepflichtversicherung und weitgehende Privatisierung des Pflegesystems, kommt es immer wieder zu untragbaren Pflegefehlern am hilflosen Patienten. Die zu starke Belastung des immer weniger werdenden Pflegepersonals in den Einrichtungen, ambulant und stationär, und die gesellschaftlich nicht mehr hinnehmbare Belastung pflegender Angehöriger macht es nötig, zu einer Systemänderung in diesem Bereich zu kommen.

Pflege muss eine gesamtstaatliche Aufgabe werden

Darüber hinaus fordert die SPD die fachliche Erweiterung der Ausbildung der Pflegekräfte in den Hochschulbereich mit der Möglichkeit des Bachelor-Abschlusses.

Schlechte Arbeitsbedingungen und Prekarisierung gehören zum Alltag. Eine der Folgen: Wie eine aktuelle Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Altenpflege zeigt, sind Altenpflegekräfte häufiger krank.

Vor den Mängeln in der Sozialfürsorge warnen die Gewerkschaften seit langem. Leider ist allerdings der gewerkschaftliche Organisationsgrad zugleich seit Jahren gesunken. Zentrale Forderungen sind Tarifverträge und Zuschüsse nur dort, wo diese gelten.

Im Zukunftsprogramm hat die SPD klare Positionen formuliert: bessere Löhne, bessere Ausstattung im Gesundheitswesen, Bürgerversicherung, gedeckelter Eigenanteil für Pflegebedürftige und eine Reform des Gesundheitssystems hin zu einer solidarischen Finanzierung. Mehr Infos: https://bit.ly/3bmmxCN