Lüftungsanlagen für Kitas und Grundschulen

Seit längerem fordert die SPD-Fraktion zusätzliche Schutzmaßnahmen für Kinder unter 12 Jahren. In der Sitzung des Rates der Stadt wurde deshalb beschlossen, einen Förderantrag für stationäre raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) zu stellen. In Troisdorf sollen insgesamt mehr als 300 Räume mit Lüftungsanlagen ausgestattet werden.

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Auf Antrag der SPD-Fraktion wurden im Vergleich zur ursprünglichen Beschlussvorlage neben den 22 städtischen Kitas sowie den Grundschulen auch die Trogatas in den Förderantrag hinzugenommen.

In Troisdorf sollen insgesamt mehr als 300 Räume in den 12 Grundschulen, den Trogatas sowie in 22 städtischen Kitas mit Lüftungsanlagen ausgestattet werden.

„Uns war es wichtig, dass ebenso die Trogatas in den Förderantrag aufgenommen werden. Denn es kann nicht sein, dass die Kinder in den Grundschulen geschützt werden, den gleichen Kindern in der Ganztagsbetreuung diese Art des Schutzes aber nicht geboten wird“, sagt Harald Schliekert, SPD-Fraktionsvorsitzender.

Sollte der Förderantrag positiv beschieden werden, entstehen hierdurch nach aktuellen Berechnungen Kosten von 3,56 Mio. Euro für die Stadt (kommunaler Eigenanteil). Weitere 14,3 Mio. Euro Fördermittel fließen zusätzlich in den Neueinbau der RLT-Anlagen.

„Wir setzen hiermit ein klares Zeichen zum Schutz unserer Kinder und zur Verbesserung der Luft in den Räumen unserer Bildungseinrichtungen – auch über die Pandemie hinaus“, sagt Daniel Engel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. „Das kostet selbstverständlich viel Geld, aber es sind wichtige Zukunftsinvestitionen, die für uns absolute Priorität haben.“

80% Förderung, 20% Eigenanteil

Seit Ende 2020 werden RLT-Anlagen in öffentlichen Gebäuden durch den Bund gefördert. Kürzlich wurde das Förderprogramm dahingehend erweitert, dass auch der Neueinbau von stationären RLT-Anlagen in Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren mit bis zu 80% gefördert werden.

Ob auch die weiterführenden Schulen (einzelne Trakte) sowie die Trogatas förderfähig sind, wird mit dem Fördergeber bis zur Ratssitzung geklärt.

Jeder Klassenraum erhält dann ein eigenständig arbeitendes Lüftungsgerät. Das Gerät sei für die Nutzung in Unterrichtsräumen entwickelt worden, wodurch die Geräte mit hochwirksamen Schalldämpfungsmaßnahmen ausgestattet seien, berichtet die Verwaltung in ihrer Sitzungsvorlage. Der Einbau könne sowohl an die vorhandenen Raumdecken als auch teilweise integriert in die vorhandenen Akustikdecken erfolgen.

Eine Abstimmung mit den Schulen (bei positivem Bescheid), wie die Baumaßnahmen in den Schulablauf integriert werden können, soll noch erfolgen.

Die Umsetzung der Maßnahme muss innerhalb von 12 Monaten nach Förderbescheidzusage erfolgen.