Ausschuss für Soziales, Senior*innen und Inklusion

Hier finden Sie alle Neuigkeiten aus dem Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Inklusion.

(Neuigkeiten vom 23.06.2021)

Die Stadtteilarbeit in Oberlar wird mit einer Leistungsvereinbarung der Stadt vorerst ausreichend gesichert. Mehrheitlich mit nur drei Enthaltungen haben sich die Ausschussmitglieder für die Erstellung eines Quartierskonzeptes mit der AWO-Oberlar ausgesprochen. Eine neue Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement wird Anfang 2022 eingerichtet. Sie entwickelt und begleitet das Konzept der Stadtteilzentren.

In den neuen Räumlichkeiten der AWO-Oberlar können die vorhandenen Angebote wie Reparatur-Café, Foto- und PC-Workshops, Sonntags-Café, Treffen von Selbsthilfegruppen, regelmäßige Tagesstätten-Treffen, Spieltreff, Tagesausflügen und Urlaubsfahrten noch ergänzt werden mit Beratungsangeboten der Stadt. Familienunterstützende Aktivitäten, wie beispielsweise die Taschengeldbörse sind genauso geplant, wie Sprechstunden der Seniorenbeauftragten.

Nach dem neu entwickelten Konzept wird generationsübergreifend ehrenamtliches Engagement gefördert, Nachbarschaft gestärkt und Initiativen und Interessengruppen beteiligt. Zusammen mit dem Netzwerk der Vereine, Kirchen, der Grundschule und den Kitas findet eine gemeinwesensorientierte Netzwerkarbeit statt.

Innovative Wohnformen kennenlernen

Gemeinschaftliches Wohnen? Wohn-Pflege-Gemeinschaften? Mehrgenerationenwohnen? Die SPD-Fraktion hat die Verwaltung beauftragt, einen Referenten der „WohnBund-Beratung NRW“ einzuladen, damit Informationen zu verschiedenen Wohnprojekten im Ausschuss weitergegeben und Wissensdefizite der Ausschussmitglieder und der Verwaltung behoben werden können.

Mögliche Angebote der AWO-Wohnberatung sollen in einer der nächsten Sitzungen ebenfalls vorgestellt werden. Interessant ist das Thema, da in Troisdorf auch die Folgen des demographischen Wandels zu bemerken sind. In 20 Jahren wird sich die Anzahl der über 85-jährigen Menschen fast verdoppeln. Neue Wege in der Altersversorgung müssen bedacht, geprüft und initiiert werden. Betreuung im Quartier ist gefragt. Allein im Haus? Oder lieber in Gemeinschaft? Apartmenthäuser mit Betreuungspauschalen. Oder lieber mit allen Generationen unter einem Dach? Das Wohnen in einer Gemeinschaft mit „Wahlverwandten“ und/oder Freunden wird immer beliebter. Es geht um die Suche nach neuen Gemeinschaftsformen in der Gesellschaft und um ein neues Miteinander und nicht um eine reine Altersversorgung.

Neue Wohnprojekte bieten neue Wohnqualitäten. „Dadurch können wir den unterschiedlichen zusätzlichen Ansprüchen wie generationenübergreifendes und generationsgerechtes Wohnen, Umweltorientierung und Nachbarschaftsverantwortung gerecht werden“, sagt Angela Pollheim, Vorsitzende des Sozialausschusses.

Diese Wohnprojekte werden jedoch nicht auf dem regulären Wohnungsmarkt angeboten. Und da ist es hilfreich für die Interessenten, Informationsangebote über eine „Kontaktstelle für Innovative Wohnformen“ zu erhalten. Die Verwaltung lehnt diese Fachstelle ab. Deshalb möchte die SPD-Fraktion die Referenten der „WohnBund-Beratung NRW“ zur nächsten Ausschusssitzung einladen, damit weitere Informationen zum Thema Innovative Wohnformen im Ausschuss vorgestellt werden können.

Kommunales Integrationsmanagement bei der Stadt Troisdorf

Durch ein Landesprogramm NRW sind Kommunen aufgefordert, Menschen mit Einwanderungsgeschichte in jeder Lebenssituation bei ihrer Integration zu beraten. Dazu muss es eine detaillierte Erfassung der Angebote in den Stadtteilen erfolgen. Diese aufwendige Erfassung vom Ist-Zustand in den verschiedenen Bereichen (Wohnen, Sprache, Bildung, Arbeitsmarkt & Wirtschaft, Gesundheit und Bevölkerungsstruktur) wird in den nächsten drei Monaten durch Befragung der angesprochenen Menschen durchgeführt.

Die Analyse der Angebotspalette ermöglicht es, neue Ideen zu entwickeln, wie zukünftig eine bessere partnerschaftliche Zusammenarbeit zum Wohle der Menschen mit Einwanderungsgeschichte geschaffen werden kann.


(Neuigkeiten vom 30.01.2021)

In der ersten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Senior*innen und Inklusion standen zunächst Formalitäten im Vordergrund, wie die Bestellung von Schriftführer/in, Verpflichtung der sachkundigen Bürger/innen sowie Billigung der Niederschrift der letzten Sitzung.

Top 5: Informationen und Sachstandbericht über den Neubau des Frauenhauses

Der Verein „Frauen helfen Frauen“ stellten ihr Neubauprojekt eines „offenen“ Frauen- und Kinderschutzhauses mit insgesamt 12 Plätzen für Frauen und 18 für Kindern vor. Großzügige Unterstützer haben sich bereit erklärt, ein entsprechendes Haus zu bauen und an den Verein „Frauen helfen Frauen“ zu vermieten.

Mit einem neuem Hilfekonzept will der Verein starten: kein Verstecken, keine Opferhaltung, keine Anonymität! Stattdessen Offenheit, Integration und Akzeptanz – mittendrin und Teil des Stadtviertels. Hauptsächlich wird der Verein über das Land NRW und den Rhein-Sieg-Kreis finanziert. Ein dritter Teil von 15 bis 20 Prozent wird durch Eigenmittel, Spenden und Sponsoring erbracht.

Top 6: Wohnprojekt der von-Bodelschwinghschen-Stiftungen Bethel „Wohnen und Assistent“ in Troisdorf

Ein neues Wohnprojekt der Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel entsteht im Stadtteil Friedrich-Wilhelms-Hütte. 20 barrierefreie ein-Personen-Wohnungen, 5 Apartments, die baulich in eine Wohngemeinschaft eingebunden sind, und 8 flexible kleine Apartments, die für sich alleine oder in Gruppenform bewohnt werden können, sind neben Büroräumen geplant.

Menschen mit Behinderungen und hohen Unterstützungsbedarfen können hier einziehen und werden mit Assistenzangeboten vollversorgt sein. Zurzeit laufen Gespräche mit der Stadtverwaltung. Frühster Baubeginn: 2022.

Top 7: Informationen über den aktuellen Pflegeplanungsbericht 2019 des Rhein Sieg Kreises

Die Entwicklung der Bevölkerungszahlen in Troisdorf ist geprägt durch den demographischen Wandel. Die Anzahl der älteren Bürger*innen (Ü80) wird sich in den nächsten 20 Jahren fast verdoppeln. Die Prognosen zur Pflegebedürftigkeit zeigen dementsprechend auch einen erhöhten Bedarf (Steigerung von 60%) an erforderlichen Versorgungsstrukturen. „Wir werden doppelt so viele ambulante Pflegedienste benötigen und 780 Plätze werden uns in den stationären Einrichtungen fehlen“, berichten Angela Pollheim und Metin Bozkurt aus dem Ausschuss für Soziales. Senior*innen und Inklusion. „Wir müssen Grundlagen in der kommunalen Pflegeplanung schaffen.“

  • Wohnen, so lange wie möglich im eigenen Haushalt – Stichwort: ambulant vor stationär
  • Barrierefreie Wohnungen, Quartiershäuser, Seniorenwohngemeinschaften, Mehrgenerationenwohnprojekte, Seniorenwohnen, angegliedert an stationäre Pflegeeinrichtungen
  • Versorgung vor Ort
  • Ergänzende Angebote: ambulante Pflege, Tages- und Kurzzeitpflege
  • Gemeinwesenorientierte Altenarbeit in den Stadteilen ausbauen:

o Wohnortnahe Begleitung und Beratung
o Lokale Kooperationen (Stadt T., AWO, Diakonie, Initiativen, Vereine, amb. Pflegedienste)
o Aufbau eines wertschätzenden gesellschaftlichen Umfelds (Profis und Ehrenamtliche)
o Rahmenbedingungen schaffen für Begegnung, Kontakte und Austausch im Stadtteil (Förderung von gemeinwohlorientiertem Denken und Handeln der Bürger*innen)
o Aufbau und Gestaltung einer generationengerechten räumlichen Infrastruktur mit bedarfsgerechten Wohnungsangeboten

„Ein wichtiges Thema, das uns die nächsten Jahre begleiten wird“, wissen Pollheim und Bozkurt.

Top 8: Jährlicher Überblick über die Entwicklung in den Asylverfahren und der Unterbringung von Geflüchteten und Obdachlosen

In den 31 städtischen Unterkünften und in den angemieteten Objekten leben zurzeit 426 Personen mit Fluchthintergrund. Ca. 50 Plätze stehen noch zur Verfügung. Die Unterkunft Im Laach ist als Quarantäneunterkunft eingeplant und wird zurzeit renoviert.

In sechs Obdachlosenunterkünften leben zurzeit 55 Personen, 36 freie Plätze stehen noch zur Verfügung. Hier wird ebenfalls eine Unterbringung als Quarantänemaßnahme freigehalten.

Top 9: Einrichtung eines Inklusionsbeirates

Inklusionsbeirat für Troisdorf beschlossen: „Schon 2013 und nochmal im Februar 2019 hatten wir uns für dieses Gremium eingesetzt. Endlich hat sich jetzt die Mehrheit für die Errichtung eines Inklusionsbeirats ausgesprochen“, erklären Angela Pollheim und Metin Bozkurt.

Ziel eines Inklusionsbeirates ist es, dass Menschen mit verschiedenen Behinderungsarten ihre Kompetenz nutzen und ihre Interessen im Beirat vertreten können. Gemeinsam mit den beiden Behindertenbeauftragten der Stadt und sieben Vertreter/innen aus verschiedenen Troisdorfer Einrichtungen werden Vertreter/innen aus dem Rat im Beirat aktiv sein.

Top 10: Stiftung Troisdorfer Altenhilfe

Die Zinserträge aus der Stiftung Altenhilfe gehen zum Teil in die Finanzierung der Seniorengymnastik in den städtischen Begegnungsstätten und ein Teil wird als Zuschuss für die Schreibwerkstatt zur Erstellung von Broschüren investiert.

» Ansprechpartner/innen im Ausschuss: Angela Pollheim und Metin Bozkurt