Digitaloffensive starten

Doppelhaushalt_Troisdorf_SPD_Fraktion_Digitalisierung

Es wird immer deutlicher, dass Troisdorf die Digitalisierung innerhalb der Verwaltung und mindestens genauso im Kontakt mit den Bürger*innen komplett verschlafen hat. Deshalb starten wir jetzt eine Digitaloffensive.

Hierfür wird eine Stabsstelle Digitalisierung eingerichtet, die sogleich personell umfangreich mit einer Leitungsstelle sowie einer Assistenzstelle ausgestattet wird, um die Versäumnisse der Vergangenheit schnellstmöglich aufzuholen.

Außerdem wird im Verwaltungsbereich Informations- und Kommunikationstechnik eine weitere Stelle IT-Projektmanagement geschaffen. Ziel ist es, die Digitalisierungsprojekte voranzutreiben.

Smart-City-Initiative

Die Entwicklung und Nutzung digitaler Technologien in fast allen Bereichen auf kommunaler Ebene bietet große Chancen und Mehrwerte im Hinblick auf Bürgerservice und Nachhaltigkeit. Dabei muss die Stadt zwingend selbst aktiv werden und die Digitalisierung zukunftsorientiert steuern, um Troisdorf im Sinne der nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung zu gestalten.

Deshalb hatten SPD und Grüne in einem gemeinsamen Antrag eine „TroSmart-Offensive“ beantragt. Für externe Beratungsleistungen im Rahmen der Smart-City-Initiative werden 50.000 Euro in 2021 sowie 100.000 Euro in 2022 zur Verfügung gestellt.

Bereits jetzt ist die Einführung der „digitalen Baugenehmigung“ ab 2023 im städtischen Haushalt vorgesehen. Hierdurch erhofft sich die SPD-Fraktion, die Verfahren durch die Digitalisierung der Bauakten wesentlich zu beschleunigen.

Kunst wird digital

Das Areal an der Burg Wissem mit Bilderbuchmuseum und MUSIT ist eines der Aushängeschilder der Stadt Troisdorf. Dieses wollen wir weiter stärken und digital nach vorne bringen. Denn die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Kunst und Kultur auch jenseits von Museumsbesuchen zugänglich gemacht werden müssen. Deshalb sollen in den städtischen Museen zukünftig virtuelle Rundgänge durch die Ausstellungsräume möglich sein.

Die städtische Tochter Troikomm wurde außerdem beauftragt, den Breitbandausbau am Areal der Burg Wissem voranzubringen.

Flächendeckender Freifunk

Ein dezentrales und freies WLAN-Angebot gehört inzwischen zum Standard einer digitalisierten Kommune. In Troisdorfs Stadtgebiet gibt es jedoch noch zahlreiche löchrige Stellen im Freifunk-Netz. Mit einem flächendeckenden WLAN-Netz könnten beispielsweise mehr Menschen in die Fußgängerzone gelockt werden, was wiederum für mehr Konsum und somit mehr Umsatz bei Einzelhandel und Gastronomie sorgen könnte.

Deshalb unterstützt die SPD-Fraktion den Ausbau des Freifunk-Netzes mit jährlich 6.500 Euro. Ziel ist es, dass schnellstmöglich der überwiegende Teil der städtischen Gebäude sowie die ihrer Tochtergesellschaften Standorte für freies WLAN werden.

IP-Anschlüsse in den Schulen

Zu den wesentlichen Rahmenbedingungen für beste Bildung für Troisdorfs Schüler*innen gehört selbstverständlich ein schneller Internetanschluss. Bereits in diesem Jahr investiert die Stadt insgesamt rund 51.000 Euro, um die Anschlüsse in der Grundschule Sieglar, der Grundschule Waldschule, der Grundschule Sternenschule und der Grundschule Eschmar sowie der Hauptschule Lohmarer Straße, der Realschule Am Heimbach, im Heinrich-Böll-Gymnasium, in der Gesamtschule Europaschule und der neuen Gesamtschule Sieglar auf IP-Technik umzustellen.


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