Kinder- und Jugendarbeit stärken

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Besonderen Wert legt die SPD-Fraktion auf die Ausweitung der Jugendarbeit. Dabei müssen nicht erst konkrete Probleme vorliegen, vielfach ist es jungen Menschen schlichtweg wichtig, einen Ansprechpartner vor Ort zu haben und ungezwungene Gespräche führen zu können.

Insbesondere in den Stadtteilen Oberlar, Rotter See und Kriegsdorf sowie Bergheim, Müllekoven und Eschmar sieht die SPD-Fraktion Handlungsbedarf. Deshalb wurde die Aufstockung der mobilen Jugendarbeit um 50.000 Euro jährlich in den Haushalt eingebracht. Zunächst soll hierzu ein Konzept erarbeitet werden. Gerade in Oberlar und Spich sollen die sozialräumlichen Angebote verstärkt durchgeführt werden.

Kinder und Jugendliche an Entscheidungen beteiligen

Um jungen Menschen Entscheidungen und deren Zustandekommen näher zu bringen, soll ein ausführliches Konzept für mehr Kinder- und Jugendpartizipation erarbeitet werden. „Wir wollen bei Themen, die junge Menschen betreffen, nicht über die Köpfe von Kindern und Jugendlichen hinweg entscheiden. Sie sollen sich einbringen können und ihre Stimme soll gehört werden“, sagt, Guido Schaefers, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Bereits im aktuellen Entwurf zum Kinder- und Jugendförderplan 2021-25 ist aufgeführt, dass die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen einen Schwerpunkt der Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit darstellen soll.

Aber auch im Schulbereich sollen die Troisdorfer Schüler*innen verstärkt eigene Gestaltungsmöglichkeiten erhalten: Ab 2022 wird ein Schüler*innenhaushalt bereit gestellt. Dieser wird ein zentrales Ziel im städtischen Schulbereich.

Frühe Hilfen stärken

Mit einer neuen Stelle einer Sozialpädagog*in für Frühe Hilfen sollen Familien in schwierigen Situationen unterstützt werden. Hierzu wurden bis zu 100.000 Euro jährlich in den Haushalt eingebracht.

Ziel der Kooperation ist zugleich, für eine Kostensenkung in der Heimunterbringung zu sorgen. Denn grundsätzlich ist allgemeiner fachlicher Standard in der Kinder- und Jugendhilfe, dass der Ausbau von Frühen Hilfen mittelfristig zu einer Reduzierung beziehungsweise zu einem langsameren Anstieg von kostenintensiven Erziehungshilfen wie Heimunterbringungen beitragen kann.

Im Bereich der freien Träger in der Jugendhilfe erteilt die Stadt ab 2022 jährlich einen Zuschuss in Höhe von 78.000 Euro (40%-Förderung) für ingesamt 3 Schulsozialarbeiter für Troisdorf.

Kinder sollten schwimmen lernen

Mit jährlich 10.000 Euro wird ein Konzept zur Umsetzung einer „Schulschwimmwoche“ finanziert. Gemeinsam mit der AGGUA GmbH soll dies ab 2022 durchgeführt werden. „Unser Ziel ist, dass insbesondere Vorschulkinder schwimmen lernen und an das ‚Seepferdchen‘ herangeführt werden. Denn laut Deutschem Schwimmverband liegt bei Kindern unter 14 Jahren der Prozentsatz der Nichtschwimmer inzwischen bei erschreckenden 33,9 Prozent“, sagt Birgit Biegel, schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.

Zugleich wurde die Verwaltung beauftragt, Möglichkeiten der Beschäftigung von Honorarkräften als Unterstützung zunächst für die Grundschulen im Schwimmunterricht und nach erfolgter Bedarfsabfrage auch für die Kitas zu prüfen.

Förderung von Projekten

Im Rahmen der Förderung von Vereinen und Initiativen, die sich in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren, wird das Fördervolumen für den Verein „Ghost“ um 760 Euro jährlich auf 7.360 Euro aufgestockt.


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