Kunst und Kultur erlebbar machen

Doppelhaushalt_Troisdorf_SPD_Fraktion_Kultur

Das Areal an der Burg Wissem mit Bilderbuchmuseum und MUSIT ist eines der Aushängeschilder der Stadt Troisdorf. „Dieses wollen wir weiter stärken und nach außen hin noch bekannter machen“, sagt Nico Novacek, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Deshalb wird zunächst ein Konzept entwickelt (20.000 Euro), wie dies umgesetzt und das Bilderbuchmuseum als Alleinstellungsmerkmal der Stadt hervorgehoben werden kann.

Und auch das MUSIT soll weiter gestärkt werden. Hierfür wurde eine neue 1/2 Stelle für eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in geschaffen.

Die Corona-Pandemie hat darüber hinaus gezeigt, dass Kunst und Kultur auch jenseits von Museumsbesuchen zugänglich gemacht werden muss. Deshalb sollen in den städtischen Museen zukünftig auch virtuelle Rundgänge durch die Ausstellungsräume möglich sein.

Die städtische Tochter Troikomm wurde außerdem beauftragt, den Breitbandausbau am Areal der Burg Wissem voranzubringen.

Eintritt frei für Kinder und Jugendliche

Beschlossen wurde, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (Schüler*innen, Student*innen, Auszubildende) zukünftig keinen Eintritt mehr für Troisdorfs städtische Museen zahlen müssen.

Die SPD-Fraktion möchte, dass Kindern und jungen Erwachsenen durch einen kostenfreien Eintritt in die städtischen Museen ein uneingeschränkter Zugang zu Troisdorfs Kulturangebot ermöglicht wird. Denn Troisdorf soll wieder eine „Familienangelegenheit“ werden – und erlebbare Kultur gehört wesentlich dazu.

Darüber hinaus gibt es künftig einmal monatlich einen „Kultursonntag“, an dem alle Troisdorfer*innen freien Eintritt in die Museen erhalten.

Um allen Menschen Zugang zum kulturellen Leben zu ermöglichen, wird der „Kulturgutschein“ mit einer Förderung in Höhe von 20.000 Euro in 2021 sowie 50.000 Euro in 2022 fortgeführt. Der Kulturgutschein gewährt Berechtigten (z.B. Bezieher*innen von Leistungen wie Grundsicherung und Arbeitslosengeld II) einen Zuschuss für städtische Einrichtungen. Er gilt für Besuche im Bilderbuchmuseum und im MUSIT, für das Fischereimuseum in Bergheim, für Veranstaltungen in der Stadthalle, für Aggua, Musikschule und VHS.

Neue künstlerische Veranstaltungen

Bereits jetzt bietet Troisdorf einige interessante Veranstaltungen in seinem Jahreskalender. Die SPD-Fraktion möchte diese insbesondere um einige künstlerische Veranstaltungen erweitern. Deshalb wurde das jährliche Budget um jeweils bis zu 48.000 Euro angehoben. Ebenfalls wird die Straßenkultur ein neuer Schwerpunkt im Bereich Kunst- und Kulturpflege. Wie die Straßenkultur in Zukunft wiederbelebt werden kann, soll ein Konzept aufzeigen, welches in diesem und im nächsten Jahr erarbeitet werden soll.

Ein Teil hiervon (12.500 Euro) wird in 2022 für einen Straßenmalwettbewerb aufgewendet. Außerdem soll eine Ausstellung „Gegen das Vergessen“ mit Werken von Luigi Toscano im Rahmen des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (27.01.2022) geplant werden, wofür 20.000 Euro in den Haushalt eingebracht wurden. Die Ausstellung zeigt Aufnahmen von Überlebenden des NS-Regimes.

Keinen schönen Anblick bietet die Fassade an der Ecke Landgrafenstraße / Sieglarer Straße in Oberlar nach dem Abriss den Gebäudes neben dem jetzigen „Nahkauf“. Deshalb soll die Fassade verschönert werden, für eine künstlerische Gestaltung sollen bis zu 15.00o Euro investiert werden.

Zuschüsse bleiben stabil

Eine spezielle Förderung erhält die Jazz Session, die üblicherweise achtmal jährlich im städtischen Kunsthaus Troisdorf stattfindet. Hier können Musiker unverbindlich in kleiner Runde gemeinsam musizieren, auch die Schüler*innen der Musikschule können sich hier regelmäßig dem Publikum präsentieren. Die Honorarzuschüsse für externe Künstler*innen wurden um 500 Euro auf 4.000 Euro jährlich erhöht.

Neue offene Bücherschränke

Eine beliebte Anlaufstelle für „neuen“ Lesestoff sind die offenen Bücherschränke in den Stadtteilen. Bislang gibt es städtische Standorte in Troisdorf-Mitte (Rathausfoyer, Fußgängerzone), Sieglar (Kerpstraße), Spich (Kochenholzstraße) und Oberlar (Oberlarer Platz). Nun sollen neue offene Bücherschränke hinzukommen: in Eschmar und Friedrich-Wilhelms-Hütte (hier muss noch der Ortschaftsausschuss beschließen). Dazu wurde ein Budget von jeweils 10.000 Euro vorgesehen – maßgeblich für diese Kosten ist hierbei eine sichere Verankerung des Schrankes.


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